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Persönlichkeit entwickeln
Geh' nicht die glatten Strassen,
Geh' Wege, die noch niemand ging,
damit Du Spuren hinterlässt und nicht nur Staub!
Antoine de Saint-Exupéry
Die „Bedürfnispyramide“
Die Bedürfnispyramide beruht auf einem vom US-amerikanischen Psychologen Abraham Maslow 1958 entwickelten Modell, um Motivationen von Menschen zu beschreiben. Die menschlichen Bedürfnisse bilden die Stufen der Pyramide und bauen aufeinander auf.
Bedürfnispyramide nach Maslow
- Selbstverwirklichung
- Soziale Anerkennung
- Soziale Beziehungen
- Sicherheit
- Körperliche Grundbedürfnisse
Maslow sagt, dass für denjenigen dann, wenn er seine auf der untersten Ebene angesiedelten elementaren körperlichen Grundbedürfnisse (Ernährung, Kleidung, Unterkunft) befriedigt hat, die nächsthöhere Stufe (Sicherheit) an Bedeutung gewinnt. Die Persönlichkeitsentwicklung entspräche der Stufe der Selbstverwirklichung im Modell Maslows: ein Bedürfnis, das sich im allgemeinen erst dann einstellt, wenn die Bedürfnisse auf allen darunterliegenden Ebenen erfüllt sind.
Konkrete Beispiele
Sebastian Schulz*, 32, studiert im 20. Semester Germanistik. Er besitzt alle Voraussetzungen, sich zum Examen anzumelden, hat diesen Schritt jedoch seit vier Jahren vor sich hergeschoben. Sebastian Schulz eröffnet die erste Coaching-Sitzung mit folgenden Worten:
„So kann es einfach nicht weitergehen. Meine Eltern haben mir jetzt endgültig angedroht, die finanzielle Unterstützung zu streichen, wenn ich mich nicht innerhalb des nächsten Jahres zum Magisterexamen melde. Ich habe vor Jahren auch schon mal eine Therapie gemacht. Die hat mir soweit geholfen, dass ich die Voraussetzungen erfüllen konnte, die zur Examensmeldung erforderlich sind. Ich kenne dadurch die Ursachen meines Verhaltens und erwarte keine weitere Ursachenforschung. Pushen Sie mich einfach, dass ich mich endlich zum Examen anmelde und das Examen auch erfolgreich ablegen kann!“
Hans Hansen*, 52 Jahre alt und erfolgreicher Vertriebsleiter in einem großen Unternehmen, äußert sich zu Beginn der ersten Coaching-Sitzung wie folgt:
„Wenn Sie hören, wie mein Leben aussieht, werden Sie mich vielleicht fragen, was ich hier denn überhaupt suche: Ich habe einen anspruchsvollen Beruf, bin seit 25 Jahren glücklich verheiratet, meine beiden Töchter sind aus dem Haus und studieren Medizin. Ich bin gesund, und ich habe einen sympathischen Freundeskreis. Dennoch überfällt mich immer wieder eine innere Leere, und zwar immer dann, wenn ich auf einer längeren Geschäftsreise im Ausland bin und wenn ich allein und auf mich selbst zurückgeworfen bin. Ich kann mir das einfach nicht erklären.“
* Namen geändert
Bedürfnisse und Lösungswege
Weder Sebastian Schulz noch Hans Hansen sehen sich als Fall für eine Therapie. Wenn Sie diesen beiden Klienten mit dem Selbstverständnis eines entwicklungsfördernden Coaches begegnen, werden Sie feststellen, dass beiden Klienten ein Entwicklungsschritt bevorsteht, bei dem sie eine Begleitung benötigen.
Bei Sebastian Schulz geht es darum, eine so genannte kollektive Hausaufgabe zu erledigen, nämlich für seinen eigenen Lebensunterhalt zu sorgen (Bedürfnisebenen in Maslows Modell: Sicherheit, auch soziale Anerkennung) während Hans Hansen von der Suche nach einer tieferen Sinnerfüllung angetrieben wird (oberste Bedürfnisebene: Selbstverwirklichung).
Sebastian Schulz würde vielleicht von einem Selbstwert-Training am meisten profitieren (in Verbindung mit einem Einzel-Coaching), während Hans Hansen den größten Gewinn von der Teilnahme an einer Spirituellen Selbsterfahrung haben würde.
Die entwickelte Persönlichkeit
Das übergeordnete Ziel aller meiner Seminare ist die Förderung der Persönlichkeitsentwicklung. Die Schwerpunkte der einzelnen Seminare können unterschiedlichen Entwicklungsschritten zugeordnet werden, auch wenn es Schnittflächen zwischen den einzelnen Seminaren gibt, und wenn die Seminare gleichzeitig unterschiedliche Entwicklungsprozesse unterstützen können.
Entwicklung statt Behandlung lautet mein Selbstverständnis, mit dem ich meine Seminare und meine Coaching-Sitzungen durchführe, und mit dieser Einstellung begegne ich meinen Klienten, unabhängig davon, welcher Schritt ihnen gerade bevorsteht.
„Ent–wicklung“ ist ein sehr anschaulicher Begriff für diesen lebenslangen Prozess. Es geht dabei darum, mehr und mehr das zum Ausdruck zu bringen, was Sie wirklich ausmacht. Eine entwickelte Persönlichkeit wäre im Idealzustand jemand, der oder die in der Lage ist, absolut „ja“ zu sich selbst zu sagen, eine Persönlichkeit, die ihre angeborenen Anlagen verwirklicht hat, die sich ihren Schattenseiten gestellt hat und die sich ihrer Entscheidungen weitestgehend bewusst ist. Und die bei größtmöglicher Selbständigkeit gleichzeitig eingebunden ist in ein soziales Umfeld, die also jederzeit einen tiefen Kontakt zu sich selbst hat und zu ihrer Umgebung im weitesten Sinne (zur ihren Bezugspersonen, zur Natur, zu Gott).
Ihr Weg zur Persönlichkeit
Wenn Sie sich einmal entschieden haben, diesen Weg zu gehen (also Ihre Persönlichkeit zu ent-wickeln), wird Ihr Unbewusstes Sie dabei unterstützen:
Sie bekommen eine Fülle von Signalen, die Ihnen zeigen, worauf Sie auf Ihrem Weg zu achten haben, und in welche Richtung Sie sich zu bewegen haben. Dabei ist es wichtig, jeden einzelnen Entwicklungsschritt bewusst zu erleben statt auf einen kaum erreichbaren Idealzustand zu starren. Dann werden Sie vielleicht erkennen, dass es sich um den ernsthaftesten und wertvollsten Weg handelt, den Sie gehen können und der Sie mit Erfahrungen belohnt, die Sie jetzt noch nicht einmal erahnen können.
Mein Anspruch ist es, Sie zu motivieren, sich auf den Weg zu machen und Sie – gleich, wo Sie sich gerade befinden – eine Strecke auf Ihrem Weg zu begleiten.
